Gewaltfrei und Sicher

 



Gewalt kommt überall vor


Ob an Schulen, im Internet, in der Freizeit, in Vereinen, bei der Arbeit oder gar im Kindergarten nimmt Gewalt zunehmend einen immer größeren Raum ein. Ausgrenzungen und Mobbing, Diebstahl, Raub, Erpressung und Körperverletzung gehören für viele Kinder und Jugendliche leider bereits zur Tagesordnung; sei es als Täter oder als Opfer. Dies kann die psychische Entwicklung dauerhaft und ernstzunehmend behindern und stören.

Hauptbeweggrund für Übergriffe ist die Befriedigung von Machtbedürfnissen.

Die Statistik des BKA zeigt die Anzahl der polizeilich erfassten Fälle von Gewaltkriminalität in Deutschland in dem Jahre 2018. Im Jahr 2018 gab es in Deutschland 185.377 Fälle von Gewaltkriminalität. Die Dunkelziffer ist vermutlich bedeutend höher.

Dabei ermittelte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen in Schülerbefragungen, dass ungefähr jeder fünfte Jugendliche in den letzten 12 Monaten vor der Befragung Opfer einer Gewalttat geworden ist. Fast jeder sechste Jugendliche gibt an, in diesem Zeitraum mindestens eine Gewalttätigkeit im Sinne der Gewaltprävention verübt zu haben.


Besonders junge Menschen aus gesellschaftlich schwach integrierten wirtschaftlich benachteiligten oder bildungsfernen Gruppen sind Gewalt in ihrem Milieu stärker ausgesetzt.

Gewalt hat leider viele Gesichter. Oft wird Sie jedoch von außenstehenden als nicht erwähnenswert oder gar überhaupt nicht bemerkt. Sei es Mobbing, Cybermobbing, sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt, Vernachlässigung, Ausschluss oder das ausnutzen von Süchten. Gewalt muss nicht zwangsläufig körperlich erfolgen. Die seelische Gewalt kann beispielsweise auch ohne körperliche Gewalt erfolgen. Die körperliche Gewalt hingegen wird immer mit der seelischen Gewalt einhergehen.

Gewalt kennt zudem kein Alter, Geschlecht, Herkunft, soziale Schicht oder Religion. Gewalt passiert jeden Tag, überall und in allen nur erdenklichen Facetten. Oft können die Opfer diesen Kreislauf nicht mehr selbst durchbrechen und sind auf Hilfe von außen angewiesen. Diese Hilfe wird jedoch oft aus Scharm, Angst oder Abhängigkeit nicht angenommen. Die Hilfe gestaltet sich schwierig, die Opfer fallen schnell in alte Muster oder nehmen gar den Täter in Schutz. 

Trotzdem gilt: WIR SCHAUEN NICHT WEG UND HELFEN WO WIR HELFEN KÖNNEN

Betrachten wir beispielsweise die Gewalt im Jugendalter:

 

Gewalt an Schulen, in Kitas, in Vereinen oder der Freizeit wirkt sich unmittelbar auf die gesamte Lebenssituation der SchülerInnen aus. Sie vergiftet das Schulklima, das Vereinsklima und verhindert ein entspanntes, friedliches Miteinander. Leider verniedlichen noch zu viele Schulen diese Aspekte oder sind gar der Meinung, “an unseren Schulen gibt es so etwas nicht”! Verschiedenste Studien, aber auch unsere eigenen Beobachtungen zeigen ein ganz anderes Bild. An jeder Schule und in jeder Klasse sind mehr oder weniger Auffälligkeiten zu beobachten.

Angst vor Gewalt verhindert effektives Lernen.

Daraus lässt sich die Aufgabe ableiten, Ursachen von Gewalt schon im Vorfeld präventiv zu begegnen. Denn Statistiken belegen, das die Wahrscheinlichkeit 8 mal größer ist, im erwachsenen alter selbst gewalttätige Handlungen zu begehen, wenn man in der Kindheit mit Gewalt regelmäßig konfrontiert war. 

Ein wichtiges Arbeitsfeld unter vielen stellt daher die Schule dar. Hier verbringen die Kinder den Großteil des Tages und können direkt von pädagogischen Fachkräften erreicht werden. Daneben sind  auch Vereine oder das Internet Arbeitsfelder, die in die Prävention mit einbezogen werden müssen, denn auch hier wird oft viel Zeit von den Kindern verbracht.

Die ansteigende Zahl angezeigter Körperverletzungsdelikte und die qualitative Veränderung der Gewalttaten hat Einfluss auf die Schule und somit auf die Arbeit von Lehrpersonal und Erzieher. Das Thema Kinder– und Jugendgewalt ist in den Schulen angekommen, auch wenn es von vielen Schulen noch nicht ernst genommen wird, und stellt dennoch einen Belastungsfaktor für Lehrkräfte dar.

Gewalt entsteht oftmals aus Kleinigkeiten, Beleidigungen, Rangeleien oder ähnlichem und eskaliert nicht selten in brutalen körperlichen Auseinandersetzungen oder gar in die Flucht in Selbsttötungsgedanken. Solche Prozesse werden täglich von vielen Mitschülern und Mitschülerinnen, von Lehrern und Lehrerinnen und Eltern, teilweise ohnmächtig, beobachtet.

Kaum jemand sieht sich in der Lage, hier einzugreifen und klare Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Oft ist der Schrei nach potentieller Hilfe erst da, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Gewaltprävention befasst sich jedoch schon vor Beginn solcher Auseinandersetzungen mit nachhaltigen Lösungsvorschlägen. An dieser Stelle sind Mechanismen und Handlungsmuster gefragt, die es jedem Einzelnen ermöglichen, die Gewaltspirale möglichst früh zu durchbrechen.

Wir stellen daher, differenzierte Instrumentarienangebote zur Bewältigung von Gewaltproblemen zur Verfügung.
Es richtet sich nicht nur in Form von Kursen, Seminaren oder Workshops an die Kinder und Jugendlichen, sondern auch an Eltern, Fachkräfte, Lehrpersonal oder Trainer und Vereinsvorstände, also überall dort, wo mit Kindern gearbeitet wird.


Gewalt hat viele Namen-  Schulen, Vereine, Kitas, Unternehmen


Schulen


In Zeiten knapper Kassen, sinkenden Schülerzahlen und geöffneter Schulbezirke ist es für Schulen unumgänglich geworden, ein eigenes Profil zu entwickeln. Es ist notwendig, sich positiv von anderen Schulen zu unterscheiden, sich mit Qualität, Nachhaltigkeit und Schulentwicklung zu beschäftigen.
Schulen, die sich dieser Herausforderung stellen, können für sich und ihre Schüler und Schülerinnen viel erreichen.
Verlassen Sie sich bei diesem Prozess nicht ausschließlich auf Ihre eigenen Kompetenzen; profitieren Sie von unserem Know How, unserer Ausbildung und unserer Erfahrung. Gemeinsam können wir notwendige Prozesse erfolgreich bewältigen.

Nach Absprache mit Ihnen und Ihrem Lehrpersonal führen wir immer eine Analyse entweder an der ganzen Schule, oder in Klassen, denen entsprechende Kurse angeraten sind, durch. Dadurch sind wir in der Lage, konkrete Bereiche zu benennen, die verändert werden sollten. Dazu unterbreiten wir Ihnen detaillierte und individuelle Veränderungsvorschläge, die Sie dann gemeinsam mit uns umsetzen können.


Vereine

Sehr viele Vereine in Deutschland stehen vor den gleichen Problemen:
Sportvereine, aber auch andere Zusammenschlüsse wie Musikvereine, Tanzvereine oder Schützenvereine verlieren oft viele Mitgliedern. Die Geburten gehen zurück und viele Kinder in die Ganztagsschule – statt zu einem Club. Früher bildeten sich ganze Trauben von Jungen am Rand des Fußballplatzes um den Trainer oder beim Judotraining auf der Matte. Die Trainer konnten aus dem Vollen schöpfen und sich die besten davon für die Spiele oder Wettkämpfe aussuchen. Heute könne sie sich glücklich schätzen, wenn eine Kindermannschaft zustande kommt. Sie fürchten um ihre Zukunft. Immerhin haben rund 160.000 Mitglieder allein im Jahr 2016 ihrem Sportverein den Rücken gekehrt. Dabei gibt es eine Menge Kinder, für die es von Vorteil wäre, wenn sie sich im Verein und nicht auf der Straße austobten.

Hausaufgaben, Förderstunden, Arbeitsgemeinschaften und Bewegungsspiele in der Ganztagsschule fordern ihren Tribut: "Nach der Ganztagsschule sind die Kinder tot". Eltern haben kein Interesse mehr, ihre Kinder nach anstrengenden Schulstunden wieder abzugeben und sie um 17 Uhr zum Fußballverein zu kutschieren. Die Betreuer und Trainer sind berufstätig und können in der Regel nicht vor 17 Uhr auf dem Platz stehen.
Die massive Präsenz von Ganztagsschulen zwingt die Sportvereine in der Stadt und auf dem Land dazu, sich zu modernisieren, professioneller zu werden.

Nur Vereine, die gut ausgebildete und pädagogisch sowie am besten auch interkulturell versierte Übungsleiter aufbieten, kommen für eine Schulkooperation in Betracht. Hier wird dann versucht, seine Sportart anhand einer Schul-AG den Kindern nahe zu bringen. Doch eine AG geht meist nur über ein halbes Jahr und innerhalb dieses Zeitrahmens verlassen immer wieder Kinder die AG um sich umzuorientieren und somit brechen auch viele AG´s ein. Viele Übungsleiter sprechen auch von aufgedrehten, unmotivierten, aggressiven oder lustlosen Kinder, die man in der knappen dreiviertel Stunde nicht gebändigt bekommt.

Hinzu kommt die Wandlung der Kinder und Jugendlichen in unserem Technologie-Zeitalter. Kinder verbringen heute lieber mehr Zeit vor dem Fernseher, Playstation, Handy oder PC.
Die verbleibenden Kinder wachsen in dieser schnelllebigen Zeit mit den vorherrschenden gewaltmedialen Umständen auf: Mobbing, Aggressionen, wenig Empathie, Süchte, aber auch, wie sich in den letzten Jahren immer wieder herausstellte, sexualisierter Gewalt, auch in Vereinen.
Hier gilt es gegenzusteuern. 

Nur wenige Vereine wissen: Nach dem Bundeskinderschutzgesetz muss heute jeder Verein zwei ausgebildete Präventionsmitarbeiter benennen.


KITAS

Kita-Kurse für Vorschulkinder sind extrem wichtig. Kinder in
diesem Alter haben schon lange gelernt, sich durchzusetzen, notfalls auch mit Gewalt. Bekommt das Kind das gewünschte Spielzeug nicht, schubst, schlägt oder tritt es andere Kinder. Fehlende Empathie und wenig Sozialkompetenz kommen ans Tageslicht. Ebenso tritt Mobbing in Kitas schon auf. Auch gilt es Kinder in diesem Alter schon vor sexueller Gewalt zu schützen und sie auf ihre bevorstehende Schulzeit vorzubereiten, da sie mit deren Beginn wieder auf der untersten Sprossenleiter stehen und somit leicht Opfer älterer Schüler werden können.
Immer mehr Eltern, Kita-Leitungen, Erzieher wollen die Sicherheit der Kinder erhöhen. Die Gewaltbereitschaft unter Kindergartenkindern nimmt immer mehr zu. Umso wichtiger ist es, dass frühzeitig schon im Kindergarten Gewaltprävention durchgeführt wird.
Nahezu wöchentlich erfahren wir über die Medien schlimme Vorfälle, die in Hort, Tageseinrichtungen und Kindergarten stattfinden. Hier gilt es frühzeitig Sozialkompetenz zu vermitteln und Gewalt zu vermeiden. 

Standardsätze für den Umgang mit fremden Personen wie „Geh nicht mit Fremden mit!“ oder „Nimm von Fremden keine Süßigkeiten!“ kennen Ihre Kinder. Meist jedoch sprechen sie diese Sätze Ihnen, den Eltern, Erziehern oder Lehrern, fleißig nach, ohne jedoch den tieferen Sinn dahinter zu erkennen. Erst durch das Erleben in diesen kindgerechten Rollenspielen kann eine  Verknüpfung der elterlichen Warnsätze mit der Vorstellung einer konkreten Gefahr stattfinden. Die Kinder entwickeln Gefahrenbewusstsein und können so sicher auf Handlungsmöglichkeiten zurückgreifen, um sich gegen verbale Manipulationsversuche zu schützen.

•    Gefahrenerkennung und -vermeidung
•    Selbstbehauptung, Selbstbewusstsein steigern (z.B. Nein-Sagen, Stimm- und Schreitraining, geh nicht mit einem "Fremden" mit, Mobbing, Gewaltprävention)
•    Einführung in die Selbstverteidigung
•    konfliktlösende Rollenspiele
•    realitätsbezogene Rollenspiele


Die Kindergartenkinder lernen, sich richtig zu verhalten, auch wenn sie allein sind: Sowohl gegenüber einem Fremdtäter als auch im nahen Umfeld, in dem die meisten Übergriffe stattfinden. Aber auch Situationen untereinander im Hort und auf der Straße (Mobbing, Beschimpfung, Ausgrenzen, Prügelei, Beleidigung, Streiten, Petzen, Anmache) werden nachgestellt und ausführlich geschult.
Gerade Kindergärten nehmen unser "Vorschulangebot" gerne an.

Natürlich erhalten die Kleinen auch eine wundervolle Urkunde nach dem Kurs, der i.d.R. ca. 3 Std. dauert.


Unternehmen


Auch Unternehmen kämpfen derzeit um jeden guten Mitarbeiter. In Zeiten des Fachkräftemangels ist ein gutes Arbeitsklima und regelmäßige Mitarbeiterbindung eines der wichtigsten Instrumente für die Zukunft der Mitarbeiterversorgung.

Leider ist jedoch auch in vielen Unternehmen die Gewalt täglicher Arbeitskollege geworden. Sei es als Mobbing, sexualisierte Gewalt, Unterdrückung, Ausschluss, oder sogar körperliche Gewalt. Oft kommen diese Umstände jedoch aus Angst nicht bei der Unternehmensleitung an. Sei es aus Angst vor Kollegen, die eigene Scharm oder gar die Angst vor der Reaktion der Geschäftsführung.

Dabei kann man mit einfachen Mitteln, beide Fliegen mit einer Klappe schlagen. Durch regelmäßige Gewaltprävention wird das Arbeitsklima nachhaltig verbessert und die Mitarbeiter können in anonymen Fragebögen Ihre Ängste, Wünsche und Veränderungen bekannt geben. Gleichzeitig kann man mit regelmäßigen Selbstverteidigungskursen, die Mitarbeiter binden und Sie gleichzeitig in der Freizeit, auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Nachhauseweg schützen.


Wenn Sie Interesse an der Weiterentwicklung Ihrer Schule, Ihres Vereins, Ihrer Institution oder Ihres Unternehmens haben, sprechen Sie uns an. Dann können wir gemeinsam herausfinden, wie wir Sie am besten unterstützen können.
Unser Angebot reicht von der kompletten Planung und Durchführung einer Schulentwicklung oder Vereinsentwicklung, über verschiedenste Kurse und Workshops in Klassengemeinschaften bis hin zur gewaltfreien und kommunikativen Unternehmenskultur.


Prävenieren ist immer sinnvoller als intervenieren